| Red Hat Enterprise Linux 4: Installationshandbuch für IBM® S/390® und IBM® eServer™ zSeries® Architekturen | ||
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Der Linux 2.6 Kernel setzt das Dateisystem sysfs ein. Das sysfs-Dateisystem wird auch als eine Union der Dateisysteme proc, devfs und devpty beschrieben. Das Dateisystem sysfs listet die Geräte und Busse eines Systems in einer Dateisystemhierarchie auf, auf welche von Seiten des Benutzers zugegriffen werden kann. Es wurde dazu entwickelt, die Geräte- und Treiber-spezifischen Optionen handzuhaben, die zuvor in /proc/zu finden waren sowie auch die Dynamic-Device-Addition zu umfassen, die zuvor von devfs angeboten wurde. In diesem frühen Stadium der Implementation von sysfs gibt es noch immer viele Treiber und Dienstprogramme, die sich auf die älteren proc-Einträge beziehen. Nichts desto trotz wird sysfs als Zukunftslösung betrachtet.
Das Dateisystem sysfs wird in /sys/ gemountet und beinhaltet Verzeichnisse, welche die Organisation der Geräte übernehmen, die an das System auf verschiedenste Arten angehängt sind. Die /sysfs/-Unterverzeichnisse beinhalten:
Das /devices/-Verzeichnis
Dieses Verzeichnis beinhaltet das Verzeichnis /css0/. Dessen Unterverzeichnisse stellen sämtliche Subkanäle dar, die vom Linux Kernel erfasst werden. Subkanal-Verzeichnisse werden in der Form von 0.0.nnnn benannt, wobei nnnn die Subkanalnummer in hexadezimal zwischen 0 und ffff ist. Subkanal-Verzeichnisse beinhalten wiederum Status-Dateien und noch ein Subverzeichnis, welches das eigentliche Gerät darstellt. Das Geräte-Verzeichnis wird 0.0.xxxx benannt, wobei xxxx die Unit-Adresse für das Gerät ist. Das Verzeichnis /devices/ beinhaltet ebenso Status-Informationen sowie auch Konfigurationsoptionen für das Gerät.
Das /bus/-Verzeichnis
Dieses beinhaltet ein /ccw/-Subverzeichnis und ein /ccwgroup/-Subverzeichnis. Auf CCW-Geräte wird mittels Kanalbefehlswörtern (Channel Command Words) zugegriffen. Geräte im /ccw/-Verzeichnis benutzen nur einen Subkanal auf dem Kanal-Subsystem des Großrechners. Auf CCW Gruppengeräte wird ebenso mittels Kanalbefehlswörtern zugegriffen, wobei diese jedoch mehr als einen Subkanal pro Gerät benutzen. Zum Beispiel benutzt ein 3390-3 DASD-Gerät einen Subkanal, wogegen eine QDIO Netzwerkverbindung für einen OSA-Adapter 3 Subkanäle benutzt. Die /ccw/- und die /ccwgroup/-Verzeichnisse beinhalten beide Verzeichnisse, die Geräte und Treiber genannt werden:
Das /devices/-Verzeichnis beinhaltet einen symbolischen Link zu den Geräteverzeichnissen im Verzeichnis /sys/devices/css0/.
Das Verzeichnis /drivers/ beinhaltet Verzeichnisse für jeden Gerätetreiber, der sich gegenwärtig auf dem System befindet. Der zFCP-Treiber hat hier ein Verzeichnis. Das Verzeichnis /driver/ beinhaltet aktuelle Einstellungen für den Gerätetreiber sowie auch symbolische Links zu den jeweiligen Geräten (im /sys/devices/css0/-Verzeichnis).
Das /class/-Verzeichnis
Dies beinhaltet Verzeichnisse ähnliche Geräte gruppieren, wie z.B. ttys, SCSI Bandlaufwerke, Netzwerkgeräte und andere Geräte unterschiedlichster Art.
Das /block/-Verzeichnis
Dieses Verzeichnis beinhaltet Verzeichnisse für jedes der Blockgeräte auf dem System. Dabei handelt es sich vorwiegend um Platten-artige Geräte wie zB. das DASD, Loopback-Geräte und Software-Raid Blockgeräte. Der merkliche Unterschied zwischen älteren Linux Systemen und denjenigen, die sysfs benutzen, ist die Notwendigkeit sich auf den sysfs-Namen von Geräten zu beziehen. Auf einem 2.4 Kernel-Image wurde der zFCP-Treiber als dessen Geräteadresse übergeben. Auf dem 2.6 Kernel-Image-System wird der Treiber als 0.0.1600 übergeben.
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