Anhang B. Beispiele von Parameterdateien

Die IBM S/390(R) und IBM eServer zSeries(R) benutzen eine spezielle Parameter-Datei, um das Netzwerk aufzusetzen, bevor das Installationsprogramm (anaconda) gestartet werden kann. Dieser Abschnitt beschreibt die Inhalte der Parameter-Datei.

Die Parameterdatei kann maximal eine Gesamtmenge von 32 Parametern besitzen. Um diesen Beschränkungen von Parameterdateien gerecht zu werden, sollte eine neue Konfigurationsdatei auf einem CMS DASD benutzt werden, um das ursprüngliche Netzwerk-Setup und die DASD-Spezifikation zu konfigurieren. Die .parm-Datei sollte die Kernel-Parameter enthalten, wie z.B. root=/dev/ram0 ro ip=off ramdisk_size=40000 und einzelne Parameter, welche nicht Variablen zugeordnet sind, wie z.B. vnc. Zwei neue Parameter, welche das Installationsprogramm auf die neue Konfigurationsdatei zeigen lassen, müssen zur Datei .parm hinzugefügt werden. Diese sind CMSDASD und CMSCONF.

CMSDASD=<cmsdasd_address>

Wobei <cmsdasd_address> die Geräte-ID des CMS DASD darstellt, welches die Konfigurationsdatei enthält. Dies ist für gewöhnlich die 'A'-Festplatte des CMS-Benutzers. Diese Option ist nur für Benutzer geeignet, welchen eine CMS-formattierte Festplatte (z/VM) zur Verfügung steht.

Zum Beispiel: CMSDASD=191

CMSCONFFILE=<configuration_file>

Wobei <configuration_file> der Name der Konfigurationsdatei ist. Dieser Wert muss in Kleinbuchstaben festgelegt werden. Es liegt ein Linux-Stil Dateinamenformat vor. Die CMS-Datei REDHAT CONF ist als redhat.conf festgelegt. Diese Option trifft nur auf Benutzer zu, welchen eine CMS-formattierte Festplatte (z/VM) zur Verfügung steht.

Zum Beispiel: CMSCONFFILE=redhat.conf

DASD=<dasd-list>

Wobei <dasd-list> die Liste von DASD-Geräten darstellt, welche von Red Hat Enterprise Linux benutzt werden können.

Auch wenn automatisches Probing für DASDs durchgeführt wird, wenn der Parameter ausgelassen wird, ist es höchst empfehlenswert den DASD=-Parameter zu inkludieren, da die Gerätenummern (und daher auch die Gerätenamen) variieren können, wenn ein neues DASD zum Red Hat Enterprise Linux-Gast hinzugefügt wird. Dies kann ein unbrauchbares System zur Folge haben.

Zum Beispiel: DASD=0.0.0100,0.0201-0.0.0204

Die folgenden Parameter sind zum Aufsetzen des Netzwerkes erforderlich:

SUBCHANNELS=

Stellt erforderliche Bus-IDs für die verschiedenen Netzwerkschnittstellen zur Verfügung.

qeth: SUBCHANNELS="<read_device_bus_id>,<write_device_bus_id>,
      <data_device_bus_id>"
lcs: SUBCHANNELS="<read_device_bus_id>,<write_device_bus_id>"
ctc: SUBCHANNELS="<read_device_bus_id>,<write_device_bus_id>"

Due to the length of the qeth command line, it has been broken 
into two lines.  

Zum Beispiel (ein Sample qeth SUBCHANNEL Statement):

SUBCHANNELS=0.0.0600,0.0.0601,0.0.0602

Um ein spezielles CTC-Protokoll zu erzwingen, können zusätzliche Parameter hinzugefügt werden. Zum Beispiel:

 
CTCPROT=<n>

wobei <n>einer der folgenden ist:

  • 0 für Kompatibilitäts-Modus (in Zusammenhang mit Nicht-Linux-Peers, mit Ausnahme von S/390 und zSeries Betriebssystemen)

  • 1 für erweiterten Modus

  • 2 für CTC-basiertes tty (nur bei Linux-zu-Linux Verbindungen)

  • 3 für Kompatibilitäts-Modus mit S/390 und zSeries Betriebssystemen

PEERID=<userid>

Wobei <userid> die ID eines der Gast-Rechner ist, mit dem Sie eine Verbindung herstellen möchten. Beachten Sie dabei bitte, dass die ID in Großbuchstaben erscheinen muss. Eine IUCV-Verbindung zu einem z/VM TCP/IP Service-Rechner würde so aussehen:

PEERID=TCPIP

Die folgenden Parameter sind optional:

HOSTNAME=<string>

Wobei <string> der Hostname des neu-installierten Linux-Gastes ist.

NETTYPE=<type>

Wobei <type> muss entweder ctc, iucv, qeth oder lcs sein.

IPADDR=<IP>

Wobei <IP> die IP-Adresse des neuen Linux-Gast ist.

NETWORK=<network>

Wobei <network> die Adresse Ihres Netzwerks ist.

NETMASK=<netmask>

Wobei <netmask> die Netzmaske ist.

BROADCAST=<broadcast>

Wobei <broadcast> die Broadcast-Adresse ist.

GATEWAY=<gw>

Wobei <gw> entweder die Gateway-IP für Ihr eth-Gerät oder die IP-Adresse des ctc/escon/iucv Punkt-zu-Punkt Partners ist.

MTU=<mtu>

Wobei <mtu> die Maximum Transmission Unit (MTU) für diese Verbindung ist.

DNS=<server1>:<server2>:...:<serverN>

Wobei <server1>:<server2>:...:<serverN> eine durch Doppelpunkte getrennte Liste von DNS-Servern ist. Zum Beispiel:

DNS=10.0.0.1:10.0.0.2
SEARCHDNS=<domain1>:<domain2>:...:<domainN>

Wobei <domain1>:<domain2>:...:<domainN> eine durch Doppelpunkte getrennte Liste von Such-Domänen ist. Zum Beispiel:

SEARCHDNS=example.com:example.org
PORTNAME=<osa_portname> | <lcs_portnumber>

Diese Variable unterstützt OSA-Geräte, die im qdio-Modus oder auch nicht im qdio-Modus arbeiten.

Wenn Sie qdio-Modus benutzen: <qeth_portname> ist der Portname des OSA-Gerätes im qeth-Modus. PORTNAME ist nur erforderlich für z/VM Version 4.3 oder älter ohne APARs VM63308 und PQ73878.

Wenn Sie nicht qdio-Modus benutzen: <lcs_portnumber> wird dazu benutzt die relative Portnummer als Ganzzahl im Bereich von 0 bis 15 zu übergeben.

FCP_* (FCP_1, FCP_2, ...)

Diese Variablen können auf Systemen mit FCP-Geräten benutzt werden, um die FCP-Einstellung vorzukonfigurieren (Änderungen können auch während der Installation vorgenommen werden).

Benutzen Sie die folgenden Beispiele als Richtlinien, um Parameterdateien richtig zu formatieren.

Beispielsdatei mit dem Minimum an Parametern:

root=/dev/ram0 DASD=200

AnmerkungAnmerkung
 

Das Red Hat Enterprise Linux Installationsprogramm fragt den Benutzer nach den erforderlichen Parametern, die nicht in der Parameterdatei angegeben sind.

Beispielsdatei, die ein CTC-Netzwerkgerät konfiguriert.

Beispiel einer redhat.parm-Datei:

root=/dev/ram0 ro ip=off ramdisk_size=40000
CMSDASD=191 CMSCONFFILE=redhat.conf
vnc

Beispiel der redhat.conf-Datei (auf die CMSCONFFILE in redhat.parm zeigt)

DASD=200
HOSTNAME=client.z900.example.com
NETTYPE=ctc
IPADDR=192.168.0.10
SUBCHANNELS=0.0.0150,0.0.0151
NETWORK=192.168.0.0
NETMASK=255.255.255.0
SEARCHDNS=example.com:dns.example.com:z900.example.com
BROADCAST=192.168.0.255
GATEWAY=192.168.0.1
DNS=192.168.0.254
MTU=1492 
CTCPROT=0