| Red Hat Enterprise Linux 4: Installationshandbuch für IBM® S/390® und IBM® eServer™ zSeries® Architekturen | ||
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Wenn Sie manuell partitionieren möchten, müssen Sie jetzt dem Installationsprogramm mitteilen, wo Red Hat Enterprise Linux installiert werden soll. Hierzu geben Sie Mount-Punkte für eine oder mehrere Partitionen, auf denen Red Hat Enterprise Linux installiert werden soll, an.
Disk Druid ist das Partitionierungstool, das vom Installationsprogramm verwendet wird. Die Funktionen von Disk Druid sind für eine typische Red Hat Linux Installation völlig ausreichend - nur ganz außergewöhnliche Konfigurationen können mit diesem Tool nicht gemeistert werden.
Disk Druid bietet Ihnen eine grafische Darstellung Ihrer DASD-Geräte.
Wenn Sie einmal mit der Maus klicken, heben Sie ein spezielles Feld der grafischen Darstellung hervor. Zwei Mausklicke dienen zum Bearbeiten einer bereits existierenden Partition und zum Zuweisen eines Mount-Punktes.
Über der Anzeige sehen Sie den Festplattennamen (wie zum Beispiel /dev/dasda), die Geometrie (die die Geometrie der Festplatte anzeigt und aus drei Zahlen besteht, die für die Anzahl der Zylinder, Köpfe und Sektoren stehen, und das Modell der Festplatte wie vom Installationsprogramm festgestellt.
Anhand dieser Schaltflächen werden die Aktionen von Disk Druid gesteuert. Sie werden zum Ändern der Attribute einer Partition verwendet (z.B. Dateisystemtyp und Mount-Punkt) sowie zum Erstellen von RAID-Geräten. Mit den Schaltflächen dieses Bildschirms werden darüber hinaus die vorgenommenen Änderungen bestätigt oder aber Disk Druid beendet. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte den einzelnen Schaltflächen.
Bearbeiten: Diese Schaltfläche wird verwendet, um die Attribute der im Abschnitt Partitionen aktuell ausgewählten Partition zu ändern. Durch Anklicken der Schaltfläche Bearbeiten wird ein Dialogfenster angezeigt. Hier können einige oder alle Felder bearbeitet werden, je nachdem, ob die Partitionsinformationen bereits auf die Festplatte geschrieben wurden.
RAID erstellen: RAID erstellen wird verwendet, wenn Sie Redundanz für alle Ihre Festplattenpartitionen zur Verfügung stellen möchten. Sie sollten die Schaltfläche nur wählen, wenn Sie Erfahrung im Umgang mit RAID haben. Weitere Informationen über RAID finden Sie im Abschnitt RAID (Redundant Array of Independent Disks) des Red Hat Enterprise Linux Handbuch zur System-Administration.
Um ein RAID-Gerät zu erstellen, müssen Sie als erstes Software RAID-Partitionen erstellen. Nachdem Sie zwei oder mehr Software RAID-Partitionen erstellt haben, wählen Sie RAID erstellen, um die Software RAID-Partitionen in das RAID- Gerät einzufügen.
Über der Partitionshierarchie befinden sich Labels mit Informationen über die Partitionen, die Sie erstellen. Die Kennungen werden wie folgt definiert:
Gerät: Dieses Feld zeigt den Gerätenamen der Partition an.
Mount-Punkt/RAID/Volumen: Ein Mount-Punkt ist der Ort der Verzeichnishierarchie, an dem ein Datenträger existiert; der Datenträger wird an diesem Ort "gemountet". Dieses Feld gibt an, wo die Partition gemountet wird. Wenn eine Partition vorhanden, aber nicht festgelegt ist, müssen Sie den Mount-Punkt definieren. Doppelklicken Sie auf die Partition oder klicken Sie auf die Schaltfläche Bearbeiten.
Typ: Dieses Feld gibt den Partitionstyp an (z.B ext2 oder ext3).
Format: Dieses Feld zeigt an, ob die erstellte Partition formatiert wird.
Größe: Dieses Feld gibt die Größe der Partition (in Megabytes) an.
Start: Dieses Feld zeigt den Zylinder Ihrer Festplatte an, an dem die Partition beginnt.
Ende: Dieses Feld zeigt den Zylinder Ihrer Festplatte an, an dem die Partition endet.
RAID-Gerät/LVM Volumengruppen-Member ausblenden: Wählen Sie diese Option aus, wenn Sie nicht möchten, dass erstellte RAID-Geräte oder LVM-Member der Datenträgergruppe angezeigt werden.
Wenn Sie keinen anderweitigen Grund haben, empfehlen wir, die folgenden Partitionen zu erstellen:
Eine Swap-Partition (mindestens 256 MB) — Swap-Partitionen dienen der Unterstützung von virtuellem Speicher. In anderen Worten werden Daten auf eine Swap-Partition geschrieben, wenn unzureichend Direktzugriffsspeicher (RAM) zur Verfügung steht.
Wenn Sie sich nicht sicher über die Größe der zu erstellendend Swap-Partition sind, dann nehmen Sie einfach zwei mal die Speichergröße des Direktzugriffspeichers RAM auf Ihrem Rechner (jedoch nicht mehr als 2 GB).
Das Festlegen der richtigen Menge an Swap-Space hängt von einer Anzahl von Faktoren ab, inklusive der folgenden (nach Wichtigkeit in absteigender Reihenfolge):
Die Applikationen, die auf dem Rechner ablaufen.
Die Menge an installiertem physikalischem RAM.
Die Version des Betriebssystems.
Swap sollte der 2-fachen Menge an physikalischem RAM für bis zu 2 GB an physikalischem RAM entsprechen und danach jeweils der 1-fachen Menge an physikalischem RAM für jede weitere Menge über 2 GB, jedoch niemals weniger als 32 MB.
Wenn man diese Formel anwendet, würde somit ein System mit 2 GB physikalischem Speicher 4 GB Swap besitzen, wobei 3 GB physikalischer Speicher in 5 GB Swap resultieren. Das Erstellen einer großen Swap-Space-Partition kann besonders dann hilfreich sein, wenn Sie planen Ihren RAM zu einem späteren Zeitpunkt upzugraden.
![]() | Tipp |
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Wenn Ihr Partitionierungsschema eine Swap-Partition benötigt, die größer als 2 GB ist, so sollten Sie eine zusätzliche Swap-Partition erstellen. Wenn Sie zB. 4 GB Swap benötigen, sollten Sie zwei 2 GB Swap-Partitionen erstellen. Wenn Sie 4 GB RAM besitzen, so sollten Sie 3 Swap-Partitionen mit jeweils 2 GB erstellen. Red Hat Enterprise Linux unterstützt bis zu 32 Swap-Dateien. |
Für Systeme mit wirklich großen Mengen an RAM (mehr als 32 GB) können Sie sich höchstwahrscheinlich auch eine kleinere Swap-Partition erlauben (rund 1x (oder weniger) die Menge an physikalischem RAM).
Eine /boot/ Partition (100 MB) — die auf /boot/ gemountete Partition enthält den Kernel des Betriebssystems (der Ihnen ermöglicht, Red Hat Enterprise Linux zu booten) und Dateien, die für den Bootstrap-Prozess benötigt werden. Aufgrund der Einschränkungen der meisten PC BIOSe ist es ratsam, eine kleine Partition, die diese Dateien enthält, zu erstellen. Für die meisten Benutzer reichen 100MB aus.
Eine root Partition (500 MB -5,0 GB) — hier befindet sich "/" (das Root-Verzeichnis). Bei diesem Setup befinden sich alle Dateien (ausgenommen derer in /boot) auf der root-Partition.
Eine 500 MB root-Partition ermöglich Ihnen eine minimale Installation, wie z.B. eine Personal Desktop Installation, (mit sehr wenig freiem Platz), während eine 5 GB root-Partition eine vollständige Installation mit allen Paketgruppen zulässt.
Verwenden Sie die Schaltfläche Bearbeiten oder doppelklicken Sie auf die entsprechende Partition, wenn Sie eine Partition bearbeiten möchten.
![]() | Anmerkung |
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Wenn die Partition auf Ihrer Festplatte bereits vorhanden ist, können Sie lediglich den zugehörigen Mount-Punkt ändern. Möchten Sie dagegen andere Änderungen vornehmen, so müssen Sie die Partition löschen und neu erstellen. |
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