| Red Hat Enterprise Linux 4: Einführung in die System-Administration | ||
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Anschlagdrucker verwenden die älteste Drucktechnologie, die sich heute noch in Produktion befindet. Einige der größten Druckerhersteller fahren mit der Erzeugung, dem Vertrieb und dem Support von Anschlagdruckern sowie Teilen und Zubehör fort. Anschlagdrucker sind in speziellen Anwendungsbereichen, in denen kostenfreundliches Drucken erforderlich ist, höchst funktionell. Die drei gängigsten Arten von Anschlagdruckern sind Punktmatrix-, Typenrad- und Zeilendrucker.
Die Technologie, die sich hinter Punktmatrixdruckern verbirgt ist relativ simpel. Das Papier wird gegen eine Trommel (ein gummibezogener Zylinder) gepresst und wird mit periodischen Unterbrechungen im Laufe des Druckens vorwärts gezogen. Der elektromagnetisch angetriebene Druckknopf bewegt sich über das Papier und schlägt auf das Druckerband, welches sich zwischen dem Papier und der Druckknopfnadel befindet. Der Anschlag der Druckkopfes auf dem Druckerband hinterlässt den Abdruck von Tintenpunkten auf dem Papier, welche lesbare Zeichen formen.
Punktmatrixdrucker unterscheiden sich in Druckauflösung und allgemeiner Qualität durch entweder 9- oder 24-Nadel-Druckköpfen. Je mehr Nadeln pro Zoll, desto besser die Druckqualität. Die meisten Punktmatrixdrucker besitzen eine maximale Auflösung von 240 dpi (Punte pro Zoll). Da diese Auflösung nicht so hoch ist, als die von Laser- oder Tintenstrahldruckern, wird bei diesen ein deutlicher Vorteil gegenüber dem Punktmatrixdrucker (oder jeder anderen Art von Anschlagdrucker) sichtbar. Da der Druckkopf die Oberfläche des Papiers mit genügend Kraft anschlagen muss, um Tinte vom Farbband auf das Papier zu transferieren, ist diese Methode ideal für Anwendungsbereiche, die Durchschläge erstellen müssen, aufgrund der Benutzung spezieller Durchschreibformulare oder -dokumente. Einzelhändler und Kleinbetriebe benutzen Durchschläge oft als Kassenbons oder Quittungen.
Wenn Sie jemals zuvor mit einer manuellen Schreibmaschine gearbeitet haben, dann verstehen Sie auch das technologische Prinzip von Typenraddruckern. Diese Drucker besitzen Druckköpfe, die aus Metall- oder Plastikrädern bestehen, welche in einzelne Typenhammer unterteilt sind. Jeder Typenhammer besitzt die Form eines Buchstabens (als Groß- und Kleinbuchstabe), Nummer oder Satzzeichen. Wenn der Typenhammer gegen das Farbband schlägt, so wird in Form dieses Buchstabens oder Zeichens Tinte auf das Papier gedruckt wird. Typenraddrucker arbeiten geräuschvoll und langsam. Graphiken können nicht gedruckt werden und Schriftarten können ebenfalls nicht gewechselt werden (außer die Druckwelle wird physikalisch ausgetauscht). Typenraddrucker finden heutzutage generell keine Verwendung mehr.
Der Zeilendrucker ist eine andere Art von Anschlagdrucker, der irgendwie dem Typenraddrucker ähnlich ist. Jedoch im Gegensatz einem Typendruckrad besitzen Zeilendrucker einen Mechanismus, der es erlaubt mehrere Zeichen gleichzeitig in der selben Zeile zu drucken. Der Mechanismus kann entweder eine große drehende Drucktrommel verwenden oder eine schlingenförmige Druckkette. Währen die Trommel oder Kette über die Papieroberfläche rotiert, drücken elektromechanische Hämmer, die sich hinter dem Papier befinden, das Papier auf die Oberfläche der Trommel oder Kette, wobei das Papier mit der Form des jeweiligen Zeichens auf der Trommel oder Kette versehen wird.
Aufgrund der Natur des Druckmechanismus sind Zeilendrucker wesentlich schneller als Punktmatrixdrucker oder Typenraddrucker. Jedoch neigen diese dazu, ziemlich laut zu arbeiten und besitzen eine limitierte Fähigkeit in verschiedenen Schriftarten zu drucken und produzieren oft auch eine niedrigere Druckqualität als bei moderneren Drucktechnologien der Fall ist.
Da Zeilenprinter hautpsächlich wegen deren hoher Druckgeschwindigkeit verwendet werden, benutzen diese spezielles Traktor-zugeführtes Papier mit einer Lochung entlang jeder Seite. Dies ermöglicht kontinuierliches, unbeaufsichtigtes Hochgeschwindigkeitsdrucken. Ein Anhalten des Druckvorganges ist nur notwendig, wenn eine ganze Schachtel Papier aufgebraucht ist.
Von allen Druckerarten erzeugen Anschlagdrucker die niedrigsten Kosten in Hinsicht auf Verbrauchsmaterialien. Farbbänder und Papier bilden den Hauptbestandteil laufender Kosten für Anschlagdrucker. Einige Anschlagdrucker (normalerweise Zeilen- oder Punktmatrixdrucker) benötigen Traktor-eingezogenes oder -eingeschobenes Papier, was die Betriebskosten etwas erhöhen kann.
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