| Red Hat Enterprise Linux 4: Referenzhandbuch | ||
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| Zurück | Kapitel 14. Samba | Nach vorne |
Das Folgende ist eine kurze Einführung in die individuellen Samba-Daemons und -Dienste sowie auch Details, wie diese gestartet und angehalten werden können.
Samba setzt sich aus 3 Daemons zusammen (smbd, nmbd und winbindd). Zwei Dienste (smb und windbind) kontrollieren wie die Daemons gestartet und angehalten werden sowie auch andere dienst-bezogene Features. Jeder einzelne Daemon wird im Detail aufgelistet, gemeinsam mit dem speziellen Dienst, mit Hilfe dessen dieser kontrolliert werden kann.
Der smbd-Server-Daemon bietet gemeinsame Datei- und Druckdienste für Windows-Clients. Zusätzlich dazu ist dieser für die Benutzer-Authenfizierung, Resource-Locking und gemeinsame Datenbenutzung mittels dem SMB-Protokoll zuständig. Die standardmäßigen Ports, an denen der Server nach SMB-Verkehr Ausschau hält, sind TCP-Ports 139 und 445.
Der smbd-Daemon wird vom smb-Dienst kontrolliert.
Der nmbd-Server-Daemon ist für die NetBIOS Namens- und Datagrammdienste zuständig, wie z.B. Anfragen, die von SMB/CIFS in Windows-basierten Systemen produziert werden. Diese Systeme beinhalten Windows 95/98/ME, Windows NT, Windows 2000, Windows XP und LanManager-Clients. Er beteiligt sich auch an den Browsing-Protokollen, die für die Windows Network Neighborhood-Ansicht zuständig sind. Der standardmäßige Port, an dem der Server nach NMB-Verkehr Ausschau hält, ist der UDP-Port 137.
Der nmbd-Daemon wird durch den smb-Dienst kontrolliert.
Der winbind-Dienst löst Benutzer- und Gruppeninformationen auf einem Windows NT Server auf und macht diese verständlich für UNIX-Plattformen. Dies geschieht mit Hilfe von Microsoft RPC Calls, Pluggable Authentication Modulen (PAM) und dem Name Service Switch (NSS). Dies erlaubt Windows NT Domänenmitgliedern als UNIX-Benutzer auf einer UNIX-Maschine aufzutreten und zu agieren. Obwohl mit der Distribution von Samba gebündelt, wird der winbind-Dienst unabhängig vom smb-Dienst kontrolliert.
Der winbindd-Daemon wird vom winbind-Dienst kontrolliert und benötigt keinen smb-Dienst, um betriebsfähig gemacht zu werden. Da winbind ein Client-seitiger Dienst ist, der dazu verwendet wird um an Windows NT-basierten Servern anzubinden, befindet sich eine eingehendere Behandlung von winbind außerhalb des Rahmens dieses Handbuchs.
Um einen Samba-Server zu starten, tippen sie folgende Befehl in ein Shell-Prompt während Sie als root eingelogged sind:
/sbin/service smb start |
![]() | Wichtig |
|---|---|
Um einen Domänenmitglied-Server einzurichten, müssen Sie zuerst der Domäne oder auch dem Active Directory mit Hilfe des net join-Befehls beitreten bevor Sie den smb-Dienst starten. |
Um den Server anzuhalten, tippen Sie folgenden Befehl in eine Shell-Eingabeaufforderung während Sie als root eingelogged sind:
/sbin/service smb stop |
Die restart-Option ist ein schneller Weg Samba anzuhalten und dann zu starten. Dies ist die zuverlässigste Art, um Konfigurationsänderungen wirksam werden zu lassen, nachdem die Konfigurationsdatei für Samba bearbeitet wurde. Beachten Sie dabei, dass die Neustart-Option den Daemon auch dann startet, wenn dieser ursprünglich nicht in Betrieb war.
Um einen Server-Neuzustart durchzuführen, tippen sie folgenden Befehl in eine Shell-Eingabeaufforderung während Sie als root eingelogged sind:
/sbin/service smb restart |
Die condrestart (Conditional Restart/Bedingter Neustart)-Option startet smb nur unter der Bedingung neu, dass dieser auch gerade läuift. Diese Option ist hilfreich für Scripts, da es den Deamon nicht startet, falls dieser nicht vor dem Bedingten Neustart bereits gelaufen ist.
![]() | Anmerkung |
|---|---|
Wenn die smb.conf-Datei geändert wird, so wird diese automatisch nach wenigen Minuten von Samba neu geladen. Dies kann auch manuell mittels restart oder reload durchgeführt werden und ist genauso effektiv. |
Um einen Bedingten Neustart des Servers durchzuführen, tippen Sie den folgenden Befehl als root ein:
/sbin/service smb condrestart |
Ein manuelles Neuladen der smb.conf-Datei kann hilfreich im Falle eines gescheiterten, automatischen Neulade-Vorganges mittels demsmb-Dienst sein. Um sicher zu gehen, dass die Samba-Server-Konfigurationsdatei neugeladen wird, ohne dass dabei der Dienst neugestartet werden muss, tippen Sie folgenden Befehls als root ein:
/sbin/service smb reload |
Standardmäßig startet der smb-Dienst nicht automatisch beim Booten. Um Samba dahingehend zu konfigurieren, nämlich beim Booten automatisch zu starten, benutzen Sie ein Initscript-Dienstprogramm wie z.B. /sbin/chkconfig, /sbin/ntsysv oder auch das Services Configuration Tool-Programm.
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